Ev. Jugend Mütte wird Bündnispartner von United4Rescue

Nachricht 01. Oktober 2020

Der Kirchenkreisjugendkonvent hat sich auf seiner Sitzung mit der Situation von Flüchtlingen an den europäischen Grenzen auseinandergesetzt. Zuerst ging es um Information zur Situation auf dem Mittelmeer und in den Flüchtlingslagern, die besonders nach dem Brand in Moria wieder ins Bewusstsein gekommen sind.

In der Diskussion waren sich alle einig, dass Lebens- und Seenotrettung an erster Stelle stehen. Für uns Europäer*innen und Christ*innen ist die Verweigerung von Hilfe und die menschenunwürdige Behandlung in den Lagern nicht hinnehmbar!

Die Ev. Jugend will helfen, sich einsetzten und Bewusstsein schaffen. Geplant sind unter anderem Jugendgottesdienst zum Thema Flucht und die Bündnispartnerschaft mit United4Rescue.

Weitere Informationen zu United4Rescue

United4Rescue - Forderungen

Alle Menschen, die auf ihrem Weg über das Mittelmeer ertrinken, haben Schutz und eine menschenwürdige Zukunft für sich und ihre Familien gesucht. Verfolgung, Krieg, Armut, Unrecht und Klimawandel haben sie dazu gebracht, ihre Heimat zu verlassen. 

Solange die Fluchtursachen nicht wirksam bekämpft werden und staatliche Seenotrettung fehlt, ist sie unsere humanitäre Pflicht. Unser Bündnis vertritt deshalb diese vier Forderungen: 

I PFLICHT ZUR SEENOTRETTUNG

Die Pflicht zur Seenotrettung ist Völkerrecht und das Recht auf Leben nicht verhandelbar. Die EU und ihre Mitgliedsstaaten müssen dies auf dem Mittelmeer gewährleisten.

II KEINE KRIMINALISIERUNG

Die zivile Seenotrettung darf nicht länger kriminalisiert oder behindert werden.

III FAIRE ASYLVERFAHREN

Bootsflüchtlinge müssen an einen sicheren Ort gebracht werden, wo sie Zugang zu einem fairen Asylverfahren haben. Dazu haben sich die europäischen Staaten verpflichtet. Das Non-Refoulement-Gebot ist zwingendes Völkerrecht: Menschen dürfen nicht zurück in Länder gebracht werden, wo ihnen Gefahr droht und sie rechtlos sind.

IV 'SICHERE HÄFEN' ERMÖGLICHEN

Städte und Kommunen, die zusätzliche Schutzsuchende aufnehmen möchten, sollen diese Möglichkeit erhalten.