#stiller Protest

Nachricht 18. Juni 2020

8 Minuten und 46 Sekunden Schweigen gegen jede Form der Fremdenfeindlichkeit. So erlebten wir es in den vergangenen Tagen. 8 Minuten und 46 Sekunden rang George Floyd um Atem. Politikerinnen, Demonstranten, Fußballer und Polizisten gehen auf die Knie. Eine beeindruckende Geste. So setzte Colin Kaepernick, der ehemalige Quarterback der San Francisco 49ers, 2016 ein Zeichen gegen Polizeigewalt gegen Schwarze. Schweigen, knien, Botschaften auf Trikots und Armbinden: Stiller Protest gegen Rassismus an vielen Orten.

Stiller Protest bestreitet nicht den Sinn von Demonstrationen. Er ist eine Demonstration. Er setzt auf die Kraft von gemeinsamen Zeichen und Gesten, über alle kulturellen Grenzen hinweg. Er lehnt jede Form von Gewalt ab. Er will nicht die üblichen Redewendungen wiederholen, die allzu bekannten, gewohnten Sätze. Stiller Protest wirkt nicht nur nach außen. Er befragt uns selbst: Wo schlummern meine eigenen Vorurteile, welche Gewohnheiten der Diskriminierung prägen mein Leben, warum reicht mein Mut zur Veränderung nicht? Stiller Protest steht auf, wenn im Bus Menschen wegen ihrer Hautfarbe verspottet werden. Er sucht das Gespräch, wenn Stammtischwitze rassistisch werden. Stiller Protest bleibt aufmerksam und stärkt den inneren Widerstand. Er schärft das soziale Gewissen.

Alle Menschen sind Gottes Kinder. Für diese uns verliehene Würde beten und kämpfen wir.
„Selig sind, die Frieden stiften; denn sie werden Gottes Kinder heißen.“ (Matthäus 5,9)

Dieser stille Protest verwandelt die Welt.

Ralf Meister, Landesbischof

Protest zeigen

über den Jugenddienst kannst du dieses Armband bestellen und dich so deinen Stillen Protest zeigen.
Die Bänder werden gerade produziert. Es werden Stoffbänder mit Holzkugelverschluss.

Bei Interesse bitte im Jugenddienst melden.

Beteilige dich

Zeichne mit dem eigenen Smartphone einen kleinen Videoimpuls auf: „Stiller Protest ist/ist für mich…“.

Wichtig ist, dass Sie diesen Satzanfang immer mitnehmen, wenn Sie das Statement aufzeichnen.

Wichtig:

  • Hochformat und direkter Blick in die Smartphone-Kamera.
  • Möglichst innen aufnehmen in einem Raum ohne Störgeräusche.
  • Ideale Länge wären 15 Sekunden (Instagram-Story kann nur Videos bis 15 Sekunden verarbeiten)
  • Konkrete inhaltliche Bitte: Beenden Sie den Satz „Stiller Protest ist/ ist für mich“ indem sie den Satzanfang übernehmen und dann Ihr eigenes Statement anfügen.

Diese kleinen Filme können dann Angelique.Schienke-Bohn@evlka.de  geschickt werden (via Mail, intern-e/Drive oder wetransfer) und (sofern vorhanden) über den eigenen Instagram-Kanal in die eigene Story gelangen.
Beim Posten in der Story ist folgendes wichtig:
- Hashtag #stillerprotest nutzen
- Landeskirchenaccount (@kirchehannovers) verlinken.
Alle Instagram-Story-Videos, auf denen wir verlinkt wurden, übernimmt das landeskirchliche Social-Media-Team in die landeskirchliche Story.
Für Facebook werden aus den Statements kleine Collagen zusammengeschnitten.
Diese werden über die landeskirchliche Facebook-Seite ausgespielt.

Dafür die Bitte an alle, in ihren Mails an Frau Schienke-Bohn den korrekten Namen und die „Bezeichnung“ oder Funktion notieren.